Femizidversuch

Mein Buch „Femizidversuch“ ist im novum Verlag erschienen.

Das Buch

Femizidversuch

Wenn es um Macht statt um Liebe geht

In einem bewegenden und sehr persönlichen Text erzählt Autorin Henriette Wunderlich von der wohl einprägendsten Nacht ihres Lebens. Dass sie das überhaupt kann – und noch am Leben ist – verdankt sie in erster Linie ihrer damals neunjährigen Tochter. Denn sie ist es, die in der grausamen Nacht zum 10. April 2019 den Notruf wählt, der Polizei sagt: „Meine Mama wird gerade umgebracht. Von Papa.“ und damit ihrer Mutter das Leben rettet. Der Angriff von M. auf seine Exfreundin ist dabei keine Einzeltat, keine Familientragödie, kein Ausnahmezustand. Sie ist Teil dessen, was von Wunderlich als (versuchter) Femizid aufgearbeitet wird, Teil dessen, was immer noch in unserer Kultur schöngeredet wird. Genau deshalb entstand die Biografie „Femizidversuch – Wenn es um Macht statt um Liebe geht“, ein ehrlicher Bericht über den Versuch einer Frau, das einzuordnen, was so viele Frauen ertragen müssen: Gewalt des Partners. Und obwohl der Täter seine Haftstrafe absitzt, ist das Leid nicht ausgelöscht. Stattdessen muss Wunderlich sich mit Fragen konfrontieren lassen wie „Warum bist du nicht gegangen?“. Die Täter-Opfer-Umkehr ist nur einer der Aspekte, den Wunderlich aufgreift, vor allem aber widmet sie sich der Frage: Was braucht es noch, bis die Gesellschaft aufwacht?

Buch Vorschau

Henriette Wunderlich

Henriette Wunderlich wurde am 29.12.1986 in Brandenburg a. d. Havel geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie von 2006 bis 2014 erfolgreich ihr Lehramtsstudium und das Referendariat. In den darauffolgenden Jahren schloss sie die Weiterbildung zum Therapiebegleithunde-Team (2022), den interdisziplinären Online-Kurs „Schutz und Hilfe bei häuslicher Gewalt“ (2023), die Fortbildung zum Kinder Entspannungstrainer (2023) sowie das Montessori-Diplom (2025) ab. Heute lebt sie mit ihrer Familie in der Gemeinde Beetzsee. Neben ausgedehnten Spaziergängen mit ihrem Hund zählt auch Sport zu ihren Hobbys. Henriette Wunderlich gab 2021 im Podcast „tabulos“ ein Interview, in dem sie über den an ihr verübten Femizidversuch sprach. Im Jahr 2023 arbeitete die Autorin gemeinsam mit Journalistinnen an einem Medienleitfaden, um für adäquate Berichterstattung bei Femiziden und Femizidversuchen zu sensibilisieren. Nun veröffentlicht sie ihr erstes Buch.