Was passiert, wenn die Eltern sterben? Beide innerhalb von 6 Wochen. Was passiert, wenn das Band reißt? Die Positionen in der Kernfamilie samt sozialem Umfeld müssen neu ausgerichtet werden. Ein Lebensereignis, in der gegenwärtigen Zeit durch Corona und Ukrainekrieg zusätzlich erschwert. Der Wunsch nach Frieden wird wacher denn je. Geschildert werden die Zeit nach dem Tod, nach der Beerdigung und die ersten Weihnachten ohne Eltern. Traurigkeit und Verlustschmerz greifen um sich. Im Endeffekt aber auch die Gier nach dem Erbe. Was bleibt, ist eine Seele voller Fragezeichen …
Bernadette ist eine der Nonnen, die 1940 aus ihrem Kloster vertrieben und in dem Stift Ellenburg von Mönchen aufgenommen werden. Jedoch müssen die Nonnen einen hohen, unbeschreiblichen Preis für ihre Unterkunft in Kauf nehmen. Vor allem Bernadette leidet unter unsagbaren Handlungen und muss durch die Hölle gehen, um „in dieser furchtbaren Zeit zu überleben und den Orden zu retten“. Als auch dieses Stift im Krieg aufgelöst wird, kann Bernadette endlich fliehen. Doch kann sie auch ihrer Erinnerung davonlaufen? Vierundachtzig Jahre später entdecken Bea und Christian in der Scheune auf seinem Hof eine verrostete Kiste, die durch das Hochwasser in Österreich aus einem Loch geschwemmt wurde. Darin befindet sich ein Skelett, und die ganze Nachbarschaft ist in Aufruhr. Wer ist dieses Skelett? Und wieso wurde es in einer Scheune vergraben? Nur eine Frau scheint die Antworten auf all diese Fragen zu haben, doch sie ist bereits neunzig Jahre alt und braucht rundum Pflege. Kann man ihren Worten trauen? Und in welcher Verbindung steht der gefundene Sarg zu Bernadette? Bea Winter hat eine Biografie geschrieben, die teils auf wahren Begebenheiten und teils auf erfundenen Details beruht. Damit fabriziert sie eine Geschichte, die fasziniert und schockiert, man „lausch(t) der Geschichte, dem Erzählen und (ist) sprachlos“. Während man den Geschehnissen folgt, will man unbedingt wissen, ob sie ein gutes Ende nehmen, so herzzerreißend sind sie.
Lies hat eine Mutter, die sie verwöhnt und ihr eine beflissene Arbeitsmoral beibringt. Doch sie ist das Küken und wird von ihren Geschwistern um die Aufmerksamkeit beneidet. Diese finden sie anstrengend und schubsen ihren Kinderwagen den Weg hinunter, um sich einen Spaß zu erlauben. Doch dann passiert ein Unglück … Lies wächst als Rebellin und Kleinkriminelle auf. Ihr Vater und ein Bruder befinden sich in Kriegsgefangenschaft, der andere stirbt. Sie stürzt sich in Beziehungen, bekommt Kinder und lässt diese bei den Großeltern zurück, um sich in das nächste Abenteuer zu stürzen. Dabei wissen Angehörige nie, was sie als Nächstes anstellen wird … Währenddessen wird die Cousine der Autorin Bea Winter mit einer Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte geboren und von ihrer Mutter versteckt gehalten, damit niemand den dunklen Fleck der Familie sieht. Die Ehe der Eltern zerbröckelt zusehends, bis auch diese Mutter ihre Tochter verlässt. Doch dann entsteht ein düsteres Familiengeheimnis, das die Familie vollends zu zerstören droht und eine Verbindung zur dunklen Vergangenheit der unmittelbaren Verwandten von Winter herstellt. Oder ist das Geheimnis frei erfunden? Bea Winter hat eine bewegende Familiengeschichte geschrieben, in der nichts so ist, wie es scheint. Was ist dieser Familie widerfahren? Gibt es das Böse oder bringt jedes Familienmitglied das Schlimmste in dem anderen ans Licht im Bewusstsein, dass „ihr Start ins Leben sie von Geburt an so beeinflusst, dass ihr Leben ein Schmerz“ ist?
Die Welt im Jahre 2030: Alles ist von KI durchdrungen und das menschliche Miteinander wird von ihr gesteuert. Daran kommt auch der Kommunikationsforscher und Konfliktschlichter Professor Einstein nicht vorbei. Ihm wird eine KI zur Seite gestellt, die Gedanken lesen kann. Und das funktioniert tadellos, wie der Professor feststellen muss. Damit bewaffnet soll er einen Streit um ein Grundstück beilegen, das einem Grafen gehört, dieser aber nicht hergeben möchte. Am Schluss findet man den Grafen erhängt, eine Schlossherrin tot, aber vom Professor und seiner Familie ist weit und breit nichts zu sehen. Ein erschreckend realistisches, aber auch dystopisches Bild zeichnet uns die Autorin Bea Winter in ihrem Buch „Gedankenraub“. In Zeiten, in denen die Verwendung von KI voranschreitet und sich kaum jemand fragt, wohin das Ganze denn führt bzw. führen soll, zeigt die Autorin in ihrer Geschichte auf, dass diese exzessive Nutzung die Gefahr von absoluter Kontrolle birgt, aber auch das menschliche Miteinander komplett verändern kann.
Die 1970 geborene Autorin Bea Winter verbindet in ihrem fünften Werk „Der Junge und der Yogi“ literarisches Erzählen mit spiritueller Tiefe. Der Roman erzählt von Arndt, einem Jungen, der nach einer schmerzhaften Erfahrung nicht nur körperlich verletzt ist, sondern auch seelisch aus dem Gleichgewicht gerät. In einer Phase der Orientierungslosigkeit trifft er auf mehrere Personen, die ihm Schutz und einen sicheren Raum bieten. Schlussendlich begegnet er einem Yogi, dessen ruhige Präsenz mehr bewirkt als jede Erklärung. Statt Antworten zu liefern, eröffnet der Yogi dem Jungen einen Raum der Stille. Durch Zuhören, Achtsamkeit und kleine Gesten lernt Arndt, sich seinen inneren Verletzungen zu stellen. Vergebung wird dabei nicht als moralische Pflicht dargestellt, sondern als persönlicher Weg zu Frieden und Selbstannahme. Der Roman verzichtet auf Belehrung und setzt stattdessen auf leise Bilder, klare Sprache und emotionale Tiefe. Bea Winter schöpft ihre Kraft aus der Natur, aus Yoga und dem bewussten Zuhören – Elemente, die sich auch in der Atmosphäre des Buches widerspiegeln. „Der Junge und der Yogi“ ist ein stilles, eindringliches Werk für alle, die sich für Sinnfragen, innere Entwicklung und menschliche Begegnungen interessieren.
Bea Winter wurde 1970 in Wien geboren. Sie hatte das Glück, Kindheit und Jugend im eigenen Haus mit Garten zu verbringen. An den Besuch von Volksschule und Gymnasium schloss sie die 3-jährige Fachschule für wirtschaftliche Berufe an. Seitdem ist sie als Verwaltungsbeamtin im mittleren Dienst tätig. Sie absolvierte außerdem einen Diplomlehrgang zur Mobbing- und Gewaltprävention sowie ein Fernstudium der Kommunikationspsychologie. Zu Bea Winters Lieblingsaktivitäten zählen Gartenarbeit, Lesen und Reisen; auch Yoga oder sich mit Freunden zu treffen rechnet sie zu ihren Hobbys. Als besondere Fähigkeit erachtet sie es, den Menschen zuhören zu können. „Krieg in der Seele“ ist Bea Winters erste schriftstellerische Veröffentlichung. Die Autorin lebt heute weiterhin in ihrer Heimatstadt. „Ich führe ein gutes Leben und bin dankbar dafür“, kommentiert sie sich selbst.