Die Geschichte der Naturwissenschaften wird gemeinhin an den großen Namen der Frühen Neuzeit festgemacht: Galilei, Newton, Kopernikus. Aber jene bewegten sich nicht in einem luftleeren Raum, sondern es gab eine Atmosphäre des kulturellen und wissenschaftlichen Aufbruchs, die nicht nur von ebenjenen verkörpert wurde. Einer dieser eher unbekannten Humanisten ist Giovanni di Guevara, um den es in diesem Buch geht. Dabei bewegt er sich zwischen den radikalen Neuerungen der Renaissance und dem traditionellen Weltbild der Kirche, ohne die Kirchenoberen herauszufordern. Nichtsdestotrotz leistet er einen wichtigen Beitrag, um deren Dogmen aufzuweichen, unter anderem durch die Auseinandersetzung mit der Physik von Aristoteles, dem Bezugspunkt für das naturwissenschaftliche Denken der Kirche.
Prof. Dr. Ulrich Walder (geb. 1948 in Bern) ist ein Schweizer Bauingenieur und Informatiker, der für seine Arbeiten zur Berechnung von Flächentragwerken und Computeranwendungen im Bauwesen bekannt ist. Er leitete mehrere IT-Unternehmen und Ingenieurbüros. Daneben war er als Professor für Bauinformatik an der TU Graz tätig. Die Biografie über Giovanni di Guevara entstand aus der Beschäftigung mit den Grundlagen seines Berufs unter Verwendung der Originalquellen aus seiner privaten Bibliothek. Dr. habil. Zuzana Cimprichová (geb. 1976 in Žilina, Slowakei) ist eine renommierte Kunsthistorikerin, spezialisiert auf die Kunst- und Architekturgeschichte der Moderne und Gegenwart. Ihre akademische Laufbahn umfasst Lehrtätigkeiten an verschiedenen Universitäten, u. a. Prag und Bamberg. Ihre profunden Kenntnisse im Lateinischen waren eine entscheidende Voraussetzung, um das Werk Giovanni di Guevaras einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.