Ein 3,5 t. Transporter verschwindet auf offener Straße, während die beiden Fahrer gemütlich im Schnee eine Zigarette rauchen. Ein Transporter fährt ins Nirgendwo, auf der Suche nach einer Straße, die es gar nicht gibt. Ein Keilriemen zermalmt ein kleines Schaufelrad im Heizsystem, obwohl es um Hilfe schreit. Geht hier alles mit rechten Dingen zu oder will uns jemand ein Schnippchen schlagen? Wie landet man als Berufskraftfahrer auf den Landstraßen Europas und was für Sorgen bringt dieser Beruf mit sich? In diesen Kurzgeschichten plaudert Chef Uwe, selbst Berufskraftfahrer und Leiter eines Logistikunternehmens, vergnügt aus dem Nähkästchen. In heiter-ironischem Ton, aber hin und wieder auch mit einem Kopfschütteln, berichtet er von kuriosen Erlebnissen aus seinem beruflichen Alltag.
„Wenn man etwas nicht versucht, weiß man nicht, wie es geworden wäre“ – getreu diesem Motto hat Chef Uwe, 1959 in Berlin geboren, seine ganze berufliche Laufbahn ausgerichtet. Nach dem Schulabschluss arbeitet er bis 1986 als Stahlbetonbauer (Eisenflechter) und KfZ-Schlosser, bevor er seinen Traumberuf ergreift und Berufskraftfahrer wird. Schließlich wagt er 1994 den Sprung in die Selbstständigkeit, denn sein zweites Lebensmotto lautet: „Ich rede nicht, ich mache es!“ Im Laufe der Jahre leitet er drei Firmen, eine von ihnen ist das Speditionsunternehmen, vor dessen Hintergrund seine erste literarische Arbeit entstanden ist. Auch in seiner Freizeit ist er ständig aktiv, er treibt Sport, fährt Motorrad, schraubt an allem was ein Motor hat und liest viel. Er lebt mit seiner Familie in Berlin und hat mittlerweile eine erwachsene Tochter.