Mit dem Buch „Vom Generationenvertrag zum Generationenbetrug“ nimmt der Autor das für sichere Renten stehende Konzept, das insbesondere seit 1957 in Deutschland proklamiert wird, kritisch in den Blick. Es wird aufgezeigt, dass der Begriff „Generationenvertrag“ eine Solidarität zwischen aufeinanderfolgenden Generationen nur vortäuscht, was insbesondere an der aktuellen demografischen Entwicklung erkennbar wird. Damit steht die Frage im Raum, ob das als etabliert geltende Prinzip in der gegenwärtigen Welt noch seine Berechtigung hat. Das Grundproblem sieht der Autor darin, dass demografische Gruppen unterschiedlich viel leisten, aber nicht zwingend im geleisteten Maße auch profitieren. So sind Kinderlose länger erwerbstätig, profitieren aber dennoch von den Rentenzahlungen, die durch die Kinder ihrer Zeitgenossen erwirtschaftet werden, was vom Autor als Enteignung der Eltern bezeichnet wird. Johannes Resch arbeitet die aktuell geltenden Regeln des „Generationenvertrags“ kritisch auf, eröffnet aber auch Perspektiven für mögliche Korrekturen.
Johannes Resch, 1940 in Leisnig (Sachsen) geboren, absolvierte nach seinem Abitur ein Medizinstudium und eine Facharztausbildung im Bereich Neurologie und Psychiatrie. Er arbeitete unter anderem als leitender Arzt eines Versorgungsamtes und ist nunmehr im Pensionsalter Vorsitzender des Verbands Familienarbeit e. V. Der verheiratete Vater von drei Kindern zählt das Fahrradfahren und die Auseinandersetzung mit Politik und Sozialthemen zu seinen Hobbys.