Lus Depression quält sie erbarmungslos, allein wegen Katze Susi hält sie überhaupt durch. Plötzlich tauchen der schwer labile Engel Toni und der Dämon und Hipster-Fan Clemens als Lus Schutzgeister auf und ein Kampf gegen buchstäblich allumfassende Abgründe beginnt. Lu heiratet versehentlich Satan, Susi kämpft gegen jenseitige Bürokratie, Toni erklimmt sogar die Meta-Ebene und der sozialkritische Poloch-Künstler Luzifer erscheint pünktlich zum weltfressenden Knallur. Gott sitzt zurecht in der Klapse und obendrein gibt ein nicht ganz unwesentliches Update zur Schöpfungsgeschichte. Lu und Susi ist eine absurde Erzählung über die Bestimmung, der tiefsten aller Dunkelheiten als deren unentbehrliches Licht dienen zu dürfen.
Isabella Tonn, schreibend als isa OX und isabella Brynich, verbindet poetische Genauigkeit mit leiser Verstörung. Sie schreibt Bücher, die Gegensätzliches scheinbar mühelos vereinen: Das Poetische, das Absurde, das Zynische und das Authentische gemixt in sprachlicher Zielsicherheit. isa lebt in ihrem ausgesprochen bunten Haus mit ihren drei Katzen in der tiefsten saarländischen Provinz. Sie sammelt kleine Wahrheiten, präzise Aussagen und Clipper. „Lu und Susi“ ist ihr bisher persönlichstes Projekt: eine absurde, poetische Erzählung über Depression, Irrsinn und Liebe – und zugleich ein radikaler Kommentar zur Gegenwart. Sie verbindet Satire, Grotesquerie und existentielle Ernsthaftigkeit mit dem Anspruch, die Weltordnung infrage zu stellen.