Der Autor Dr. Peter Huch (Jg. 1934) ist promovierter Chemiker und versierter Kunstkenner. Bereits in seiner Kindheit wurde ihm die Kunst nahegebracht, da ihn die Familie regelmäßig in Konzerte und Ausstellungen mitnahm. Mit dem provokanten Titel „Die Kunst ist tot“ verweist Huch auf den totalen Umbruch von den schönen Künsten, wie sie von der Steinzeit über die Antike bis zur Französischen Revolution blühten, hin zu den hedonistischen Künsten, die sich in den letzten 200 Jahren herausgebildet haben. Die alte Kunst war Herrschaftskunst, ausgezeichnet durch Schönheit, Würde und das Streben nach technischer Vollendung. Huch zeigt wie sich der Drang des Menschen, seinen sozialen Rang durch ästhetischen Zeichen zu behaupten, evolutionär entwickelt hat und wie sich diese zunächst bescheidenen Zeichen seit der neolithischen Revolution weltweit bis zur Hybris wie die der Pharaonengräber und des Schlosses von Versailles aufgebläht haben. Mit der Aufklärung zerbrach der uralte Zusammenhang zwischen Macht und schöner Kunst. Die Kunst wurde autonom und von den Künstlern selbst gelenkt, nicht mehr vom ästhetischen Anspruch mächtiger Abnehmer. Im Laufe der letzten 200 Jahre gingen weltweit die einstigen Merkmale der Würde, der Schönheit und des Anspruchs auf Vollendung Stück für Stück verloren, was Huch an Beispielen der alten und der neuen Kunst in der Baukunst, der Malerei, der Musik und der Dichtung mit zahlreichen Bildern veranschaulicht. Die hohe schöne Kunst wird es nie wieder geben!
Peter Huch (geb. 1934 in Berlin) studierte Chemie, wurde 1962 promoviert und arbeitete bei der Röhm GmbH in Darmstadt – von 1965 bis 1994 in der Patentabteilung (Patentassessor-Examen 1974). Er ist verheiratet, hat drei Söhne, sein Hobby ist das Malen. Mit Kunst kam er früh in Berührung: „Es gab unter meinen Vorfahren keine Künstler, wohl aber etliche mit einer ausgeprägten Kunstliebe. [...] Ich durfte Eltern, Großeltern und eine kunstbeflissene Tante schon mit neun oder zehn Jahren in klassische Konzerte und Kunstausstellungen begleiten. Selbst wenn mir deren Kunstwert damals noch nicht bewusst war, hat sich mir die Würde und Ehrfurcht dafür schon eingeprägt.“ Huch hat bereits zwei Bücher veröffentlicht: 1996 „Die Industriepatentabteilung“ und 2020 „Der Ursprung der Kunst". Eine These über die Evolution des menschlichen Schönheitssinnes“ (GRIN Verlag, München).