Von Selbstzweifeln und Weltschmerz getrieben, findet sich die junge Mära O-Rike eines Tages in einer magischen Welt wieder – weit entfernt von der Erde, inmitten der Unendlichkeit des Alls. In Rorana, einem Reich, in dem Wesen aller Art ein zerbrechliches Friedensbündnis hüten, beginnt für sie ein neues Leben. Unter der Führung des Elfen Tian, der ihr diese Wirklichkeit eröffnet, lernt Mära, was es heißt, eine Friedenswächterin zu werden. Sie begegnet Elfen, Vampiren, Kobolden, Nachtmahren und anderen Gestalten, die sie bislang nur aus ihrer Fantasie kannte. Doch Menschen sind in Rorana nicht unbedingt willkommen, und so muss Mära lernen, sich in einer fremden Welt zu behaupten, in der selbst die Mächtigen ihre eigenen Pläne verfolgen. Auf ihrem Weg verändert sich nicht nur ihr Blick auf Zeit, Leben und Vielfalt – sie beginnt auch, eigene Träume zu entwickeln, anstatt nur die anderer zu erfüllen. Zwischen zarten Gefühlen für Tian und der wachsenden Akzeptanz ihrer selbst reift in ihr die Erkenntnis, dass Frieden immer wieder neu errungen werden muss – im Großen wie im eigenen Herzen. Poetisch, fantasievoll und tiefgründig erzählt, lädt diese Geschichte Leserinnen und Leser ein, den Mut zu finden, sich selbst anzunehmen und den eigenen Platz in einer vielfältigen Welt zu entdecken.
Malena Glück lebt und schreibt in Wien, ihrer Heimat, deren besonderes Lebensgefühl sie dankbar genießt. Ihr Leben war nicht immer leicht – oft war die Fantasie ihr einziger Rückzugsort. Viele Jahre flüchtete sie dorthin, bis sie ihr Glück im Leben traf. Von da an wurde Fantasie zur zusätzlichen Freude, half schwere Momente zu tragen und schöne Augenblicke mit Tiefe und Esprit zu füllen. Fantasie gebiert Lösungen. Sie eröffnete Malena immer neue Möglichkeiten und schenkte ihr Frieden inmitten der Probleme der Welt. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihrem Sohn und Kater Shadow Pagira Moon liebevoll, verspielt und fantasievoll im Alltag. „Malena“ endet mit einem A – wie „Malen“ plus A. Ihr Wesen malt ein A als wäre es ihr in die Wiege gelegt, kreativ und fantastisch ihrer Seele Ausdruck zu verleihen. Sie ist Malena – und traf das GLÜCK im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Antwort darauf ist vielschichtig, umfassend und bedarf einiger Unterteilungen. Sie umfasst den Weg von Selbstzweifel, Schande und Scham zu einer Gewinnerin. Gewinnen beginnt im Kopf und hat auch mit der Lebenseinstellung zu tun, mit der Liebe zu sich selbst. Es beginnt dort wo wir anfangen uns selbst liebevoll zu definieren und nicht mehr andere bestimmen lassen wer wir sind oder zu sein haben. Dazu braucht es Möglichkeiten, Rückhalt und Glück. Ja, die glückliche Fügung war der letzte rollende Stein, der nötig war, nachdem ich bereits viele Jahre stark an meinem Selbstwert gearbeitet habe. Doch fangen wir bei dem Wink des Schicksals an um die Magie des Augenblicks hervorzuheben.
Vor einiger Zeit hat eine Bekannte meines Mannes ihm ein von ihr verfasstes Buch geschenkt und ich durfte es lesen. Das hat mich dazu motiviert meinem Kindheitstraum doch noch nachzugehen.
„Brotlos“
Ich wollte immer Bücher schreiben. Man hat mir nur immer gesagt, dass ich das eh nie schaffe. Mit Büchern könnte ich keinen Erfolg haben, das wäre kein Beruf, denn schreiben würden viele aber nur wenige würden auch etwas damit verdienen. Geld war das Argument es nicht zu tun. Ich hatte keines, meine Familie ebenso wenig. Als Kind habe ich nur gehört damit lässt sich nicht leben und ich bräuchte etwas „Richtiges“. Das wäre „brotlos“. So bezeichnete meine Mutter gerne alles was sie für mich nicht wollte. Ich sollte ihr Leben leben, dasjenige, welches sie für sich selbst nicht verwirklichen konnte. Natürlich, weil ich es einmal besser haben sollte. Was für einen anderen besser ist lässt sich schwer beurteilen.
Für meine Mutter bleibe ich eine „Versagerin“, habe ich ihr nicht den Universitätsabschluss geschenkt mit dem sie hätte angeben können. Ja, ich habe nicht das Leben gelebt, das sie gerne für mich wollte. Damit kann ich heute leben, denn ich lebe mein eigenes Leben und bin damit mehr als zufrieden. Ganz besonders jetzt wo ich diesen Wunsch der Buchveröffentlichung wieder aufgreife. Meine eigenen Geschichten mit Leben zu erfüllen, sie mit anderen zu teilen und dabei zu merken, dass sie auch anderen gefallen, sie begeistern, das ist die Erfüllung meiner Träume. Ich habe letztendlich doch noch meine Bücher geschrieben und veröffentlicht, inspiriert und ermutigt durch die Bekannte meines Mannes, vielen Dank auch in dieser Form an die Frau, die aus bestimmten Gründen anonym bleiben will und muss. Sie weiß, dass sie gemeint ist.
Vom Studieren und Abbrechen
Wenn man mich also fragt wie ich zum Schreiben kam: Die Zeit war wohl endlich reif für diesen Schritt. Wobei ich meiner Deutschlehrerin wohl verdanke, dass ich nicht etwas in Richtung Schreiben studiert hatte. Als meine Mutter von mir ein Studium verlangte entschied ich mich stattdessen für Bildungswissenschaft. Das Studium habe ich abgebrochen. Meiner Meinung nach lief in der Bildungswissenschaft einiges auf eine Weise mit der ich persönlich nicht viel anfangen konnte. Zur Philosophie, ganz besonders zum Menschenbild, habe ich hingegen mehr Zugang gefunden. Ich bin mir sicher eine Menge gelernt zu haben, wobei so manches auch schnell wieder vergessen war.
Nicht jeder eignet sich für ein Studium. Ich musste feststellen, dass es nichts für mich ist. Dafür sollte ich mich „schämen“: Ein Professor von mir bezeichnete damals jene langjährigen Studierenden, die „nicht/nie“ fertig werden, als Leute, die der Universität und dem Staat schaden. Damals war ich noch in der dafür vorgesehenen Zeit und nicht persönlich gemeint aber heute betrifft es mich wohl auch, nachdem ich mein Studium kurz vor dem Abschluss als Bachelor abbrach. Ich wuchs mit dem Verständnis auf: ohne hohem Abschluss wäre man selbst nichts wert. Genau so empfand es meine Mutter und das gab sie weiter. Aber auch andernorts besitzt man ein überhöhtes Bild von Titeln. Die Gesellschaft ermutigt einen mehr aus sich zu machen, wird es schließlich auch besser bezahlt. Wieder das Geld bestimmt über das Leben.
Entscheidung für mich
Ich stellte fest, dass der Universitätsalltag sich mehr und mehr dem restlichen schulischen System anpasste, was mir selbst wenig zusagte. Aus Eigenständigkeit wurde ein zwar überall anerkanntes aber sehr einengendes Konzept von Bildung. Vielleicht ist es heute wieder ganz anders? Auch ich bin jemand ganz anderes geworden. Das geschieht.
Damals habe ich mich gegen meinen Abschluss für eine Familie entschieden, das hat mich glücklicher werden lassen, mehr zu mir selbst. Es war eine Entscheidung für mich.
Niemand weiß vorher ganz genau was zu ihm passt oder wie das Leben läuft. Das lernt man erst während man es lebt. Noch heute scheint es mir wichtig zu sein mich für den entstandenen „Schaden“ zu entschuldigen, weil so ein Studiumabbruch doch sehr „beschämend“ ist, ein Eingeständnis nicht klug genug gewesen zu sein. Es auszusprechen oder zu schreiben ist mir selbst peinlich, es wird Mut erfordern es so stehen zu lassen. Niemand ist gern nur jemand der fast abgeschlossen hat, jemand der während des Studiums drauf kam, dass er doch lieber anders leben wollte.
An dem Tag an dem ich mich für mein wichtiges Seminar eintragen hätte müssen, kam ich zu spät und es gab nur mehr Plätze bei einer Professorin mit der ich mich nicht verstand, im wahrsten Sinne des Wortes war ich zu dumm um sie zu verstehen. Ich gebe es ehrlich zu, meine Intelligenz hat nicht gereicht oder wir haben zu unterschiedlich gedacht und aneinander vorbei geredet. Wer weiß das schon. Ich gab auf. Auch das sollte mir peinlich sein, nur ist es das nicht. Ich habe gelernt damit zu leben nicht alles zu wissen, zu verstehen, es nie auch nur zu können und mit meinen mir gegebenen Grenzen zu leben. Mag ich auch keinen Titel haben, bin ich dennoch zu dem Punkt gekommen wo ich mich selbst so schätze wie ich bin.
Vom „Scheitern“
Man sollte meinen, junge Erwachsene, Studierende, könnten ohne Bestärkung, Ermutigung und Unterstützung ihr Studium schaffen. Sie wären gefestigt genug um über Selbstzweifel zu stehen. Ehrlich gesagt ich war es nicht und nachdem mir die Liebe meines Lebens über den Weg lief war mir das Studium nicht mehr wichtig. Ich stellte fest, dass ich für mich selbst nie studieren wollte, immer nur für andere oder wegen Vorstellungen anderer. Ich wollte es anderen immer recht machen, ganz besonders meiner Mutter. So wollte ich nicht weiter machen, musste ich auch nicht. Meine eigene Entscheidung, eine die mir peinlich sein sollte, wenn man an die Aussage meines Professors denkt, an den „Schaden“, oder wenn man meiner Mutter glaubt, an mein „Versagen“. Es ist eine „Schande“ einzugestehen aus den falschen Gründen studiert zu haben, wobei es wird einem doch beigebracht sich immer weiter zu bilden um am Arbeitsmarkt bessere Aussichten auf eine Arbeitsstelle zu haben. Der Abbruch des Studiums bringt „Schande“. Scham verschließt den Mund, man verschweigt sein „Scheitern“. Ich bin „gescheitert“.
Der Sinn des Studiums ging mir verloren: Einst sollte es mir ein Einstieg in die Arbeitswelt sein, meine Chance auf eine Arbeitsstelle erhöhen, mir mehr Geld einbringen, mir den Stolz meiner Mutter erkaufen, mich in die Gesellschaft eingliedern. In meinem Kopf besaß ich gar keine andere Wahl, weil ich es nicht besser wusste, kannte ich doch gar nicht all meine Möglichkeiten. Ich wusste doch gar nicht wer ich bin und durfte das auch nie sein, bis ich mir selbst langsam das Recht dazu gab. Dieses Zugeständnis und Bekenntnis zu mir selbst war ein Prozess.
Vom Mut
Ich habe Zeit gebraucht um den Mut zu finden mein Leben nach meinen Vorstellungen zu leben, die Scham abzulegen, zu sehen manches ist mir nicht gelungen, manches hat auch nie zu mir gepasst, manches sollte gar nicht sein. Das alles konnte ich vorher nicht wissen. Um manches zu verstehen habe ich eben länger gebraucht. Meine Stärken liegen woanders und für nichts davon muss ich mich schämen, nichts davon muss mir peinlich sein, für nichts davon muss ich mich entschuldigen, es war wie es war. Die Verurteilung muss aufhören. Menschen sind verschieden, durchleben verschieden ihre Leben. So habe ich gelebt, das bin ich und dazu kann ich stehen.
Scham und Schande?
Die letzten Jahre war ich Hausfrau und Mutter. Das hat gereicht, zum Glück auch finanziell, was nicht so selbstverständlich ist. Oft wird einem heute ebenfalls der Eindruck vermittelt, dass „nur“ Hausfrau und Mutter zu sein eine „Schande“ wäre. Nichts wert. Nur wer etwas leistet ist wertvoll und was leistet man schon als Hausfrau/Mutter, noch dazu bei nur einem Kind? Nicht einmal ein Ehrenamt? Wie viel Selbstzweifel wird aufgebaut, weil so vieles in unserer Gesellschaft tagtäglich als selbstverständlich über die Lippen kommt ohne hinterfragt zu werden. Wir wiederholen ständig wie wichtig Arbeit und Leistung ist, beurteilen andere anhand dessen was wir für einen Eindruck von ihrem Leben haben. Dabei fällt es uns leicht zu kritisieren, denken wir doch sie zu kennen, zu verstehen und aufgrund dessen urteilen zu können. Kleine Stiche, beiläufig erwähnt untergraben den anderen, begraben die Hausfrau und Mutter. Worte haben Macht, werden zu Denkstrukturen, Pfade denen wir automatisch folgen. Frau muss doch mehr für sich wollen? „Schaden“ wir nicht dem System? Sehen wir uns die Debatte um die Teilzeit-Arbeitenden Müttern an, die dem System einen „Schaden“ verursachen, weil sie nur Teilzeit arbeiten. Sie wären selbst „Schuld“ an ihrer Altersarmut schließlich arbeiten sie nur Teilzeit. Wie steht es dann um Hausfrauen? Was ist man schon Wert? Worin sehen wir unseren Wert? Was sind unsere Werte?
Insofern lag meine Mutter wohl richtig mit ihrer Feststellung: Ich wäre eine „Versagerin“. „Scham und Schande“. Sie hat wenigstens solange sie es konnte gearbeitet und das trotz ihrer bipolaren Störung, daneben war sie Hausfrau und Mutter. Was habe ich vorzuweisen? Träume von Kreativität? Darüber zu sprechen hieß Scham also Schweigen, Lächeln, so tun als würde das Außen nichts mit einem im Inneren machen. Dabei gab das Außen dem Inneren vor: Zu „dumm“ fürs Studieren, zu „Faul“ um zu arbeiten, zu was auch immer um die eigenen Träume zu verfolgen.
Selbstvertrauen
War nie die Zeit dafür da um die eigenen Träume zu verfolgen? Es braucht die Möglichkeit und das Vertrauen in sich selbst zu investieren, sowie den Anstupser es auch zu tun. Vor allem braucht es auch das Loslassen der Scham, der Pflicht zur Leistung und Erfolg genau wie das Loslassen des Zwangs anders zu sein als man ist. Man muss sich trauen zu sagen man darf Hausfrau und Mutter sein, darf auch scheitern, muss nicht perfekt sein. So wie man ist hat man mehr als genug Berechtigung zu leben. Denn genau daran ist unser Verständnis gekoppelt: an unsere Existenzberechtigung.
Wir sind da, wir existieren aber oft ist das in der Gesellschaft, in ihren geführten Diskussionen, nicht genug. Die Menschen sind nicht genug, sie müssen mehr sein, mehr tun und beitragen, mehr leisten und können. Die Welt steht immer kurz vor dem Untergang und alle anderen sind immer schuld. Wut und Ungerechtigkeit peitschen die Menge auf, hetzen die Menschen gegeneinander. Warum sollte ich für die anderen aufkommen? Warum sollte ich wenn andere nicht…? Niemand ist in dieser Perspektive je genug. Das Leben, die Menschen was für einen Wert messen wir einander und uns selbst zu? Bei „schwindenden“ Ressourcen: Wer bekommt ein Anrecht auf diese Mangelwaren? Das hängt alles zusammen ob wir wollen oder nicht. In unserem Denken, in unserer Sprache nimmt das alles bereits einen maßgeblichen Raum ein.
Gesellschaftsstrukturen
Wir wachsen damit auf unsere Leben erhalten zu müssen, nur wer etwas dafür tut also arbeitet, etwas leistet erhält Lohn. Diejenigen anderen verlieren an Achtung, die nur das System ausnutzen, nur nehmen. Es ist immer mitgedacht, manchmal sogar ausgesprochen vielleicht sogar mit dem Wort Sozialschmarotzer. Es gipfelt in den Obdachlosen, den Bettlern. Von Menschenwürde hält das allgemeine Gedankengut in dieser Hinsicht wenig zumindest ist es nicht das erste das einem diesbezüglich einfallen würde. Aber vielleicht unterstelle ich das jetzt auch einfach Mal so.
Es ist verständlich das aus dem Wunsch, wahrscheinlich sogar aus der Angst und Sorge, heraus: >Kinder erziehen zu müssen, sie in die Gemeinschaft zu integrieren, ihnen innerhalb dieser ein Leben zu ermöglichen, welches die Gemeinschaft auch wiederum aufrecht erhält<, ein Wertesystem eingefügt wird in dem Menschen unterschiedliche Abstufungen in ihrer Würde in Kauf nehmen müssen. Mit Scham, Schande, Schuld, Verurteilungen, Spott und Demütigungen kann man Menschen unter Druck setzen, sie dazu animieren zu funktionieren, um eben solchen Abwertungen zu entgehen.
In gewissen Maßen braucht die Gesellschaft einen Teil von Menschen, die funktionieren und das System damit am Funktionieren halten.
Niemand würde seinem Kind sagen: „Wenn du Obdachlos werden willst, ist das eine wunderbare Sache, ich unterstütze dich darin.“ Das klingt bereits eigenartig. Allein mit dem Wort obdachlos verbindet man viel Unangenehmes. Die Angst und die Scham vor einem solchen Zustand bewegt instinktiv etwas in einem selbst, ohne bewusstes Zutun. Das haben wir gelernt. Die Assoziationen, also Verknüpfungen mit dem Unangenehmen ist gewollt, steuert und lenkt.
Das Missfallen mit dem vielerorts über Work-Life-Balance gesprochen wird zeigt die festgefahrene Situation. Dabei muss festgehalten werden, diese Menschen werden abschätzig beäugt obwohl sie arbeiten wollen. Was ist mit jenen, die es nicht wollen? Oder nicht können? Nicht können geht ja noch obwohl wer sagt das derjenige nicht nur so tut als ob? Irgendwas kann doch jeder? Wie oft bescheinigen wir für einen anderen er müsste nur wollen dann könne er auch? Wer bestimmt wer es kann und wer nicht? Und bei jenen, die es nicht können, die werden mitgetragen aber wie? Mit Würde? Ist die Diskussion, die man in diesem Zusammenhang führt, wirklich würdevoll? Wird sie den Menschen gerecht? Gäbe es ohne Zwang zur Arbeit noch Menschen, die arbeiten und funktionieren, die also alles am Laufen halten? Gehörten diese Menschen nicht belohnt für ihre Leistung? Dafür, dass sie alle anderen mittragen? Was haben sie davon? Haben ihre Leben mehr Wert? Sind sie als Menschen mehr wert? Ich weiß es nicht, kenne keine Antworten, will auch nicht darüber urteilen. Es ist wie es ist.
Wertesysteme
Eins hängt mit dem anderen zusammen bis hin zur Existenzberechtigung und dem Wert eines Menschen, seinem Selbstwert genau wie sein „Wert“ für die Gesellschaft. Das fängt im Kleinen an und zieht sich über die gesamte Welt. Leben wir nicht alle gut von der Ausbeutung anderer in anderen Ländern? Davon, dass sie unter Zuständen Arbeiten verrichten, unter denen Österreicher aufgrund der Menschenrechte und anderer wirksamer Gesetze in Österreich nicht arbeiten müssen. Obwohl diese Menschenrechte für alle Menschen gelten sollten gibt es genug Länder in denen sie nicht eingehalten werden. Wir selbst profitieren davon wenn wir viele Waren billig bekommen. Es ist schon lange bekannt das man durch das Auslagern der Produkte in andere Länder mit anderen Umgang mit der „Ressource Mensch“ sowie anderen Auflagen der Sicherheitsbestimmungen, Umweltbestimmungen etc. Ersparnisse erzielt, also durch die Ausbeutung anderer Menschen in anderen Ländern. Doch auch wenn man es weiß bleibt einem oft gar keine andere Wahl als Konsument, woher soll man das Geld für andere Produkte nehmen? Wenn Geld so ungleich verteilt ist wie es der Fall ist und 1-5 Prozent der Bevölkerung den gesamten Reichtum für sich pachten während 50 Prozent ungefähr gerade noch über der Armutsgrenze leben woher sollen sich die Mehrheit der Menschen teure Produkte leisten? Wobei was für Österreich als arm gilt im internationalen Vergleich mit den Ländern, in denen meist die Produktion ausgelagert wird, reich wäre. Unsere Lebensmöglichkeiten, Lebensumstände und Bedingungen bestimmen über unsere Not und die Möglichkeiten uns davon zu befreien oder etwas daran zu ändern. Welchen Wert geben wir Menschen aber damit notgedrungen? Einen niedrigeren als den eigenen.
Der Wert des Menschen
Das wir anderen Menschen einen niedrigeren Wert beimessen als uns selbst, sieht man auch in der Ausländerdebatte. Die Hetze gegen Menschen, die anders aussehen, denn sind wir uns ehrlich ich kann nicht sagen wie ein typischer Österreicher aussieht und leider rutscht diese Diskussion immer genau dahin ab, hat nichts mit Menschenwürde zu tun. Diese Menschen haben in den Diskussionen weniger Wert, ihre Leben sind weniger wichtig als die von Österreichern. Festzuhalten ist, dass viele Österreicher andere Österreicher für Ausländer halten nur, weil sie nicht dem Bild entsprechen, dass sie von einem Österreicher haben, die österreichische Staatsbürgerschaft ist eben niemanden als Tattoo auf die Stirn gebrannt. Für mich persönlich ergibt sich aus dem Wertunterschied ein Problem, weil er sich mit dem eingeimpften Konzept der Menschenrechte und Menschenwürde spiest. Sind wir nicht alle Menschen? Woran beurteilen wir Menschen? Wonach teilen wir sie ein? Welches Leben ist mehr Wert?
Glücksjoker
Wir teilen die Menschen in Regionen auf, meist nach dem Ort wo sie geboren sind und nach der Vorstellung auch bleiben sollen bis man es ihnen erlaubt wo anders zu leben. Das wird ihnen nur erlaubt wenn sie die nötigen Voraussetzungen dafür schaffen und sich als nützlich erweisen. Sportler wurden früher schneller eingebürgert um von ihrer sportlichen Leistung zu profitieren, sie haben etwas für das Land, die Gesellschaft geleistet. Hast du hier legale Arbeit und wirst legal arbeiten wird es für dich auch leichter. Für die Pflege holen wir Arbeitskräfte aus allen möglichen Ländern, weil sie hier dringend benötigt werden. So viel zum Ausländerhass, allgemeine und schwammige Ausländerhetze richtet sich auch gegen all diese gewünschten, benötigten Arbeitskräfte. Wobei hier sieht man bereits, wir stufen ab in gewollt und ungewollt, benötigt und wertlos? Klar es braucht hierfür Regelungen wie Menschen sich wo eingliedern können aber der Glücksjoker, der den einen in Österreich zur Welt kommen lässt mit österreichischen Eltern, die eine österreichische Staatsbürgerschaft haben, und den anderen in einem Kriegsgebiet oder mit Armut und Hungersnot geplagtem Land mit Eltern mit anderer wenig begünstigter Staatsbürgerschaften, sorgt für Ungerechtigkeit und Not in der Welt. Not wiederum sorgt für Einfallsreichtum und den Wunsch zur Veränderung. Wenn ich wo nicht überleben kann oder nur unter Bedingungen, die ich nicht ertragen kann, ziehe ich weiter an eine andere Stelle. Menschen versuchen andernorts ihr Glück zu finden. Sie suchen selbstverständlich ein besseres Leben. Wer würde das nicht? Aus Angst um das eigene Leben in Österreich wollen wir nun anderen Menschen diese Möglichkeit verwehren. Das ist auch verständlich. Ressourcen sind knapp und wie heißt es so schön plakativ und überspitzt: alle können wir nicht nehmen, dann haben wir selbst nichts mehr. Das prägt unsere Denkmuster und schürt die Angst überrannt zu werden.
Haben nicht all die Massenwanderungen nicht erst zu der jetzigen problematischen Lage geführt? Zumindest für einige lässt sich so leicht erklären warum alles so schief läuft und wie man es leicht auch wieder lösen könnte. Das Schlagwort Abschiebung löst nur nichts, es klingt für manche gut aber lässt sich rechtlich gar nicht so umsetzen, die Länder nehmen sie doch gar nicht zurück und man kann sie nicht einfach in ein anderes Land karren und sagen die gehören euch. Dafür braucht es Länder, die sie aufnehmen wollen würden, die sie freiwillig zurücknehmen. Das hin und her schieben von Menschen wie Spielfiguren hat nicht mehr viel mit Würde zu tun.
Aber war Österreich nicht immer schon ein Mischmasch aus verschiedenen Menschen mit verschiedenster Herkunft? Gab es nicht immer Menschenwanderungen? Der Mensch an sich hat sich doch im Laufe der Geschichte immer weiter ausgebreitet und sich die Welt so Stück für Stück erschlossen. Aber das würde den Menschen als Gesamtheit betrachten.
Um unsere Systeme aufrechtzuerhalten, in den Traditionen zu verharren und keine neuen Lösungen zu gestalten müssen wir den Menschen aufspalten, unterteilen und trennen. Wir lebten bisher gut in diesem System, haben noch immer davon unsere Vorteile. Ich kann mich nicht beschweren, weiß auch keine besseren Lösungen.
Geld und die Milliarden, die fehlen
Manches verstehe ich nicht, ich gebe zu, den Überblick längst verloren zu haben, im Großen wie im Kleinen, ganz besonders wenn sie von Milliarden sprechen, die einfach so durch den Rost gefallen sind und jetzt eingespart werden müssen. Wo soll man sparen wenn nicht an der Menschlichkeit, an dem was wir unter Menschenwürde verstehen oder dem Wert eines Menschen? Wenn reine Zahlen hergenommen werden um zu erklären, dass der Wert des Lebens in Arbeit besteht und Menschenleben anhand Leistung beurteilt werden. Ich habe keine andere Antwort. Ich falle nur sichtlich durch bei dem Test und sollte mich „schämen“ nichts geleistet zu haben. Wir bekommen nicht was wir verdienen, denn so viele Menschen arbeiten sich zu Tode und würden definitiv mehr verdienen. Während ich auf hohem Niveau sudern kann und Dank einiges an glücklicher Fügung ein angenehmes Leben führe. Mir fällt einfach auf das Gefühle wie Angst, Neid und Wut die Triebfedern sind, die unsere Gesellschaft steuern, den Einzelnen bewerten und uns unseren Wert zuteilen. Die reinen Zahlen sind nur eine Vortäuschung von Tatsachen, denn diese Milliarden sind selbst nur Konstrukte.
Also schäme ich mich zu sagen, dass ich froh bin bei der Glückslotterie meiner Geburt gewonnen zu haben und in Wien mit einer Österreicherin als Mutter gesegnet wurde. Dabei ist dies eben so. Dafür habe ich meines Wissens nach wirklich nichts beigetragen oder geleistet.
Positive Körperbilder?
Es handelt sich um sehr komplexe Themen, die ineinandergreifen und mich erst zu dem Menschen machen, der ich bin. Sie bestimmen in gewisser Weise indirekt über den Wert mit, über meinen Wert und was ich selbst über mich denke. Zu lernen den Selbstwert von all diesen Vorstellungen, die herumschwirren und innerhalb derer wir leben, zu trennen gelingt mir an manchen Tagen besser als an anderen.
Dabei habe ich noch gar nicht die Thematik des Aussehens und Bodyshamings angesprochen, also die Schönheitsvorstellungen denen wir ausgeliefert sind. Dieses betrifft mich im besonderen da ich fett bin. Das zu sagen ist ebenfalls mit Mut und Scham verbunden. Dank der ARGE dicke Weiber habe ich gelernt dazu zu stehen. Ich stehe auch zu meinen Haaren oder Zähnen, was auch sonst immer. Irgendwie hilft mir dabei meine Fantasie, mal bin ich eine Hexe, mal ein Hobbit oder ein anderes magisches Wesen, meine eigene Art mit eigener Schönheit und eigenem Schönheitsideal.
„Schaden“, „Schuld“ und „Scham“ sind mit dem Körperbild verbunden und bestimmen oft den eigenen Wert. Für mich ist das Wort Adipös im besonderen mit Negativität assoziiert, deutet es auf die Gesundheitsdebatte hin in der Adipositas dem System „schadet“ und ich damit wieder „Schaden“ verursache, weil ich „krankhaft“ fett bin. Im Gegensatz zu anderen Krankheiten ist das eigen verschuldet, was die Abwertung anderer für sie selbst gerechtfertigt erscheinen lässt. „Schuld“, „Schaden“ und „Scham“ werden mich jedoch nicht von meinem Fett heilen. Wir kommen zu dem zurück, wo manche Menschen abwertend sagen man müsse nur wollen und wenn man nicht will muss man eben mit der Verachtung leben. Auch das wird niemanden heilen. Mich ganz sicher nicht. Ich lehne diesen Begriff ab und die damit verbundenen Bewertungen. Die ganze Diskussion finde ich fördert nur Angst, Hass und Schuld sowie Scham. Nichts davon wird helfen, die Situation zu verbessern. Man wird nur weiter krank geredet als das die Gesundheit gefördert wird.
Gesundheit beginnt für mich auch in der Psyche. Positive Bestärkung, Wertschätzung und Liebe haben bessere Chancen heilsame Wirkung zu zeigen als die betriebene Angst und Hasskampagne.
Dabei muss einem bewusst werden: Das Geld ist auch in der Gesundheitsdiskussion ausschlaggebend für den Wert eines Menschen.
Frage der Ethik?
Wie viel ist uns ein Leben wert? Woran hängen wir seinen Wert? Viele der heutigen Probleme sind auch philosophische, ethische Fragen, die wir uns beantworten müssen bevor wir sie lösen können. Niemand will manches direkt aussprechen was indirekt angeheizt wird: Um das System am funktionieren zu halten müssen wir bewerten, beurteilen was es uns wert ist, was wir uns wert sind und wer es verdient? Verdient, verdienen, also dienen, wer hat genug gedient und für was? Jedem ist etwas anderes mehr Wert. Jeder ist sich selbst der Nächste und dann seine Liebsten. Gibt es objektive Kriterien zu bewerten? Wonach richten wir uns: Geld? Ressourcen? Arbeit? Schuld? Möglichkeiten? Voraussetzungen? Was ist der Sinn des Lebens? Was ist der Mensch? Was ist Menschenwürde? Wie leben wir diese? Wie leben wir und wie wollen wir leben? Wie viel Gesellschaft brauchen wir? Wie können wir die Gesellschaft mitgestalten? Was setzen wir der Angst und dem Hass entgegen? Worin liegt unser Selbstwert? Was ist ein lebenswertes Leben?
Warum ist das alles wichtig? Weil der eigene Selbstwert beeinflusst wie lebenswert wir etwas finden aber auch die Diskussionen der Gesellschaft mitbestimmen welches Leben sie als lebenswert vorgibt, welche Idealvorstellungen vorherrschen. Das beeinflusst unsere Urteile und Verurteilungen, damit ist es auch maßgeblich an unseren Möglichkeiten beteiligt.
Mein Beitrag zur Gesellschaft
Warum ich also erst jetzt zu schreiben anfing war, weil es mir erst jetzt möglich wurde. Das Schreiben ist nicht meine Daseinsberechtigung. Es ist meine Chance etwas zurückzugeben und mit anderen zu teilen, mein Beitrag zur Gesellschaft. Mein Beitrag damit diese Gesellschaft weiterhin funktioniert. „Schaden“ richte ich genug an zumindest im Verständnis mancher, da wird es denke ich Zeit es auf diese Weise zu minimieren. Den Fußabdruck zu verkleinern, den man hinterlässt, wobei die Anspielung auf die Umwelt hierbei gewollt ist. Diesen Fußabdruck werde ich wohl eher mehren als verringern, schließlich habe ich mich nicht damit auseinandergesetzt wie viel Blatt Papier meine Bücher brauchen und so weiter und sofort. Da richte ich wohl ebenfalls einigen „Schaden“ in der Welt an und kann nur hoffen ihn mit dem Inhalt halbwegs auszugleichen. Für manche mag das nicht der Fall sein. Das ist mir bewusst. Man kann es nie allen recht machen. Zum Glück bin ich an einem Punkt in meinem Leben, wo ich meine Daseinsberechtigung aus meiner Existenz als solche ziehe. Ich bin da, fertig, es gibt mich.
Ich schreibe also Geschichten, weil es mich erfreut, um mit anderen diese Freude zu teilen, in der Hoffnung es schenkt anderen ebenfalls eine vergnügliche Zeit, weil das Leben für mich durch Freude lebenswert wird. Meine Bücher sind für mich Hoffnung, Ablenkung und Freude, eine magische kreative Auseinandersetzung mit dem Leben. Ich biete keine Antworten, keine Lösungen, denn die habe ich selbst nicht. Ich habe viele Fragen und die stelle ich auch. Wenn es auch nur einem anderen für eine kurze Zeit erfreut, dann habe ich ein Leben bereichert. Diese Vorstellung gefällt mir.
Mein Beitrag zur Welt: ein wenig Magie, ein bisschen Kreativität und eine Prise Freude. Es wiegt den „Schaden“ vielleicht nicht auf, den meine Existenz verursacht, nur macht mir das nichts mehr aus. Für mich bin ich endlich dort angekommen wo meine Seele immer hinwollte. Mit meinen Worten, Gedanken und Geschichten teile ich wer ich wirklich bin, mit der Veröffentlichung erfülle ich mir einen Kindheitstraum und gestehe mir zu über die einengenden Vorstellungen anderer hinauszuwachsen und meine eigenen Vorstellungen zu sprengen. Damit habe ich bereits gewonnen, bin eine erfolgreiche Gewinnerin nicht nur in der Glückslotterie des Lebens.
Neben dem Warum interessiert Euch sicher am Meisten, das Was ich schreibe. Hauptsächlich fiktive vom Leben inspirierte Texte mit viel Gefühl, persönlicher Meinung und tiefen seelischen Einblicken. Meine Charaktere sind fiktive, ausgedachte Figuren aber in ihnen steckt eine Menge von mir, meiner Erfahrung, meiner Beobachtung und meinem Gespür für Lebewesen. Dabei schlüpfe ich oft selbst gedanklich in die Rollen, fühle mich hinein und versuche zu verstehen wie sie sich verhalten würden. Weswegen sie mehr als lebendig werden, in meinem Kopf bekommen die Charaktere ein Eigenleben und eine Dynamik, sie beginnen die Geschichte mitzubestimmen und werden Teil meiner Familie und Freunde. Das klingt verrückt, wie nach imaginären Freunden von Kindern. Im Herzen bin ich wohl immer ein Kind geblieben, weshalb mir das Schreiben von Fantasiegeschichten auch liegt.
Ich erschließe mir andere fantastische Leben und lebe sie in meinen Geschichten aus. Mit meinen Geschichten ermögliche ich auch meinen LeserInnen* einzutauchen in diese magischen Leben. Mir geht es dabei um das Sich-Hineinversetzen, das Miterleben, das Mitfühlen und Abtauchen in die Fiktion, ins Lesevergnügen. Fantasie entführt meines Erachtens in ganz neue Bereiche des Lebens und schenkt außergewöhnliche Lebenserfahrungen. Sie bringt neue Möglichkeiten und Perspektiven, zeigt wie Leben auch sein kann zumindest in der Vorstellung. Damit bereichert sie das Leben mit einer besonderen Lebensqualität. Der Lebensraum im eigenen Kopf wird unendlich weit, geht über die Begrenztheit der Lebensrealität hinaus und schafft ungeahnte Freiheiten. Freiheiten, in denen alles möglich, alles erlaubt und die Wirklichkeit zum Konstrukt wird. Man schlüpft in die Geschichte und verändert seine Wahrnehmung über das Leben, die Wirklichkeit und Magie.
Vielfalt, Miteinander, das Nebeneinander-Stehen-Lassen-Können von Unterschieden, Selbstbestimmung, das Abbilden vielfältiger Charaktere, das Einstehen für die Abbildung unterschiedlicher Lebensweisen, offenes und positives Denken – all dies kennzeichnet meine Texte. Fragen zu stellen und die Protagonisten sich selbst fragen zu lassen, Einblicke ins Innenleben zu geben und das Ansprechen mentaler Störungen, Selbstzweifel und Abwärtsspiralen, sind ebenfalls wesentliche Aspekte meines Schreibens. Dabei geht es mir darum was die Figuren bewegt und antreibt, womit sie zu kämpfen haben. Wobei das meist Dinge sind, die Menschen gemeinsam haben, worin sie ähnlich sind, mit dem Menschen konfrontiert werden, wenn sie leben. Es geht immer um das Leben, Vorstellungen davon, um Perspektiven und das Herantasten an Sinn.
Ich schreibe also über das Leben, die Magie darin und darüber hinaus.
Nebenbei sollen meine Bücher auch unterhalten, nachvollziehbar sein trotz der darin enthaltenen Magie und Fantasie. Wesen wie Drachen, Elfen und vieles mehr sind eine alternative Lesewirklichkeit mit deren Hilfe man ein wenig Magie ins eigene Leben bringt. Diese magischen Wesen erlauben auch andere Lebensrealitäten und Möglichkeiten, sie entführen in fantastische Welten, in denen der Fantasie keine Grenzen gegeben sind. Diese kreative Freiheit schätze ich beim Fantasy Genre. Wobei ich mich auch für Science-Fiction begeistern kann, dabei erfordert die Wissenschaft und Technik innerhalb dieses Genres einiges an Wissen. Ich mochte immer den Satz: „Jede Magie ist eine noch nicht verstandene Wissenschaft oder Technologie.“, der oft in verschiedenen Science-Fiction Serien und Filmen geäußert wird.
Die Würde jedes Wesens und auch dessen Selbstbestimmung sind für mich von besonderer Bedeutung. Menschen und magische Wesen spiegeln in meinen Geschichten die Vielfalt wieder. Ob Queer, Non-Binär, mit einer Behinderung, unterschiedlicher Herkunft und Sprache, unterschiedlichem Aussehen, unterschiedlichen Lebensbedingungen und verschiedenen Lebensgegebenheiten, wirklich alle gehören dazu! Inklusion, inklusive Weltbilder und inklusives Miteinander, dafür stehe ich ein, auch in meinen Geschichten. Freundlichkeit, Mitgefühl, leben und leben lassen – das findet sich in meinen geschriebenen Worten. Weshalb? Als Optimist habe ich noch Hoffnung für uns alle auf ein friedliches Miteinander in dem all unsere vielfältigen Unterschiede dazugehören, selbstverständlich sind und nebeneinander stehen können ohne länger zu Hass und Gewalt zu führen. Eine Zukunft in der wir alle die Würde gemeinsam haben, die sein zu dürfen und zu können, die wir selbstbestimmt sein wollen.
Ich träume von einem würdevollen und respektvollen Umgang miteinander, einer offenen Kultur des Nebeneinander und Miteinander, wenn das Rechthaben-Wollen endet, der Zwang anderen die eigene Meinung aufzudrängen aufhört und alle damit leben lernen, dass es vielfältige Meinungen gibt. Wobei die Schwierigkeit darin liegt, dass manche Meinungen völlig konträr sind und sich gegenseitig ausschließen. Eine Lösung dafür habe ich nicht. Nur die Hoffnung. Realistisch scheint sie nicht. Aber Wunder geschehen zumindest in meiner Fantasie. Dort ist alles möglich. Irgendwo muss die positive Veränderung ja anfangen also warum nicht genau da: im eigenen Kopf.
Worüber schreibe ich am liebsten? Magie, fantastische Wesen, Liebe in all ihren Formen aber auch über andere Gefühle wie Angst, Scham, Selbstzweifel, positives Denken, mentale Gesundheit und Krankheiten, alles was mir durch den Kopf geht und mich beschäftigt.
Mich faszinieren Hintergründe, die Seele, der Glauben und Wunder sowie Mythen, Götter und Göttinnen, Märchen, Legenden, Monster und die Grenze zwischen Gut und Böse, ob es eine solche überhaupt gibt. Mein Interesse gilt weiters der Philosophie und anderen Wirklichkeiten, Vorstellungen von Multiversen und Helden. Wie man sieht bin ich ganz das Kind meiner Generation.
Wir lieben Schilder und Schubladen. Mögen es zu liken und zu disliken, unseren Stempel aufzudrücken und uns der Mehrheit anzuschließen oder absichtlich dagegenzustellen. Diese Labels machen etwas mit uns, vor allem wenn sie uns von anderen auferlegt werden und wir sie oft genug hören um sie selbst zu glauben.
Schuld, Schande, Scham, … wertlos, nutzlos, faul, … negative Assoziationsketten und Gedankenverknüpfungen nagen am Selbstwert. Gerade deswegen habe ich sie für den Text genutzt, indem ich vorstelle warum ich schreibe. Ich erobere mir mein Selbst zurück und ermächtige mich damit (Empowerment). Worte haben Macht, richtig genutzt verändern sie die Welt, weil sie den eigenen Blick auf die Wirklichkeit lenken, sie umdeuten und neu-interpretieren, neue Assoziationsketten ermöglichen.
Versagensängste und Unsicherheit quälen viele Menschen. Das Scheitern der eigenen Träume oder Scheitern an sich wird in der Gesellschaft gerne totgeschwiegen. Es kostet Kraft und Mut immer wieder von vorne anzufangen. An seinen Träumen festzuhalten und sie zu verwirklichen, endet nicht immer so wie man es sich erhofft hatte. Gerade deswegen sind: Selbstliebe, Selbstfindung, Selbstempowerment und Bestärkung wichtige Themen für mich. Insbesondere positive Körperbilder. Ich finde Menschen gehören bestärkt, ermutigt und unterstützt. Ich will dazu beitragen eine Kultur zu erschaffen in der wir einander wertschätzen und sehe mich als Schriftstellerin auch in der Verantwortung dazu.
Ein wesentlicher Moment für mich ist die Hoffnung. Meine Texte sollen Hoffnung spenden und Menschen Freude schenken, es geht um Möglichkeiten und Entscheidungen.
Neben Mythologie finde ich auch Astrologie und Tarot spannend. Ich bin Stier mit Aszendent Widder, einer Krebs Betonung und einem dominanten Saturn. Für manche eine Spinnerei, für andere Informationen, Details. Diese Details verleihen Spannung, gestalten Kunst, lassen uns noch einen Blick auf etwas werfen und verführen dazu sich näher mit etwas zu beschäftigen. Gerade die Details verleiten sich in einer Geschichte zu verlieren. Der symbolische Charakter bestimmter Einzelheiten eröffnet weiterführende Beschäftigungen, baut Verbindungen auf und vernetzt Gedanken miteinander. Ein umfassenderes Bild entsteht. Bilder, die das Erleben beeinflussen und bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich spiele mit Symbolen und Symbolträgern, mit Assoziationen und dabei folge ich oft meiner Intuition. Das schenkt meinen Geschichten weitere Tiefe und ermöglicht es anderen ihre eigenen Schlüsse zu ziehen.
Ich wünsche allen LeserInnen* viel Freude beim Lesen. Gemeinsam gestalten wir Wirklichkeit, lasst uns also eine für alle angenehme Wirklichkeit erschaffen. Mit meinen Werken versuche ich stets genau dies zu erreichen. Mit Herz und Seele versuche ich Worte, Bilder und Geschichten zu kreieren, die Wirklichkeit mitgestalten. Dabei spreche ich die Seele an, lasse das Herz zu Wort kommen und hoffe für uns alle auf Frieden im Allgemeinen aber auch im sehr persönlichen Sinne als Zufriedenheit. Mögen wir alle über unseren Frieden wachen und dazu beitragen, das unsere Welt, unsere gemeinsam geteilte Wirklichkeit, friedlich bleibt und dort wo sie es noch nicht ist auch wird.