Im Fitnessstudio lernt Helmut die kuriose Welt der Bodybuilding-Szene kennen: eine seltsam anmutende Melange aus Frühstücksbrokkoli, fragwürdigen „Nahrungsergänzungsmitteln“ und Social-Media-Inszenierungen in Herkules-Pose. Doch hinter der schillernden Fassade von schweißtreibenden Work-outs, aufgepumpten Körpern und glänzenden Wettkampfbühnen lauern Abgründe: Der rätselhafte Tod eines Trainingskumpels ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. Als dann auch noch die Freunde des Verstorbenen die Trauerfeier meiden, begibt sich der Protagonist auf Spurensuche und findet sich inmitten eines skrupellosen Systems wieder – seine grauenvollen Entdeckungen gehen weit über die toxische Wirkung von Doping-Präparaten hinaus. Mario Dungl entführt in seinem Erstlingswerk „Vergiftete Bodybuilder“ in die Untiefen des Wiener Bodybuilding-Dschungels – und das mit einer Prise schwarzem Humor gewürzt. Ein brisanter Augenzeugenbericht, der nicht nur mit einer selbstzerstörerischen Szene abrechnet, sondern auch kritisch auf die Themen Leistungswahn, Selbstoptimierung und Körperkult in Zeiten digitaler Selbstvermarktung blickt: Welche Opfer werden für ‚Likes‘ und Aufmerksamkeit in Kauf genommen?
Mario Dungl, geboren 1988 in Wien, hat Orientalistik und Bildungswissenschaften studiert. Neben seiner Tätigkeit als Autor ist er als Freizeitpädagoge in der Bundeshauptstadt im Einsatz. Sowohl in seinem Beruf als auch privat engagiert er sich für die Themen Kinder- und Jugendschutz sowie soziale Gerechtigkeit, was er gerne mit seiner Begeisterung für Sport und Gesundheit kombiniert. Wenn er nicht gerade die Welt ein Stückchen besser macht, schwingt er sich auf das Motorrad, betreibt Performance Arts oder ist im Fitnessstudio anzutreffen. Sein künstlerisches Talent beweist der Autor nicht nur mit seinem literarischen Debüt „Vergiftete Bodybuilder“, sondern auch mit seiner Fähigkeit, Personen und Situationen auf gekonnte Weise zeichnerisch darzustellen.